Sneak Peek: Terminologie automatisch von Lexeri nach Crowdin exportieren

Ihre freigegebene Terminologie landet künftig ohne manuellen Zwischenschritt im Crowdin-Glossar – nach Zeitplan, in allen Sprachen, immer aktuell. Ein erster Blick auf eins der neuen Features aus dem anstehenden Release.

Wer Lokalisierung verantwortet, kennt diesen Schmerz: Die Terminologie ist recherchiert, abgestimmt und freigegeben und liegt dann als Datei  in einem Ordner oder separaten System herum. Währenddessen ist im laufenden Übersetzungsprojekt eine Version von vor 3 Monaten im Einsatz. Zwischen dem Ort, an dem Terminologie entsteht, und dem Ort, an dem Terminologie angewendet wird, klafft eine Lücke. Und diese Lücke schließt bisher jemand von Hand. Den manuellen Schritt überspringen wir in Lexeri dank der automatischen Exporte. Jetzt neu dabei: Automatisierung von Lexeri nach Crowdin.

Was ist Crowdin?

Crowdin ist eine Plattform für Lokalisierung und Übersetzungsmanagement. Unternehmen nutzen die Plattform, um Software, Apps, Websites, Technische Dokumentation und Marketing-Inhalte mehrsprachig auszuliefern. Besonders die Entwicklung wird dabei unterstützt: Über Integrationen mit GitHub, GitLab oder Bitbucket zieht Crowdin Quelltexte automatisch ein, verteilt sie an Übersetzer:innen oder an eine KI-Vorübersetzung und gibt die fertigen Dateien an dieselbe Stelle zurück. Für Lokalisierungsmanager ist die Plattform damit die Schaltzentrale, an der Übersetzungsaufträge, Sprachenverwaltung, Projektmanagement mit Fristen, kontrollierte KI-Anwendung und Qualitätskontrolle zusammenlaufen.

Terminologie als Glossar in Crowdin

Crowdin ermöglicht mit der Glossarfunktion, Termini mit den festgelegten Übersetzungen in den Übersetzungsprozess einzubetten. Weitere Informationen wie Definitionen, Abbildungen, zugehöriges Fachgebiet und Verwendungsstatus sind ebenfalls aufrufbar. Ein Glossar ist bezogen auf ein bestimmtes oder mehrere Übersetzungsprojekte und lässt sich per TBX, CSV oder XLSX importieren.

Der entscheidende Punkt: Das Glossar ist ein sehr guter Empfänger für vorgegebene, projektbezogene Terminologie, aber ersetzt kein zentrales Terminologie-Management-System. Ein Glossar beantwortet nicht, wer einen Term fachlich freigegeben hat, welche Variante ausdrücklich unerwünscht ist, in welchem Verhältnis ein Begriff zu anderen steht oder wann der Eintrag zuletzt geändert wurde. Genau an dieser Stelle setzt Lexeri an.

Wie Lexeri unterstützt

In Lexeri entsteht die Terminologie kollaborativ vor der weiteren Nutzung in Zielsystemen. Die Termdatenbank enthält mehrsprachige Einträge mit Definitionen, Abbildungen und Videos zu Konzepten, Verwendungsbeispielen zu Termen, unerwünschten Varianten und den begrifflichen Beziehungen. Neue Kandidaten kommen über die Termextraktion aus vorhandenen Texten, während der Projektarbeit oder als Termanfrage aus dem Unternehmen. Workflows mit klaren Rollen regeln, wer vorschlägt, wer Zielsprachen ergänzt und wer freigibt. Und über Term-Checks in gängigen Schreibumgebungen greift die erarbeitete Terminologie direkt dort, wo Texte verfasst werden – der essenzielle Schritt in der Qualittätssicherung der Ausgangssprache, bevor die Lokalisierung beginnt. 

Wichtig dabei: Terminologie ist in Lexeri keine reine Angelegenheit der Lokalisierung, sondern des gesamten Unternehmens. Marketing, Technische Redaktion, Produktmanagement, Softwareentwicklung und Übersetzung arbeiten am selben Wissensbestand. Lexeri ist die eine verbindliche Quelle für die Unternehmenssprache.

Daraus ergibt sich eine saubere Arbeitsteilung: In Lexeri wird Terminologie erarbeitet, diskutiert und freigegeben. In Crowdin wird sie angewendet. Die automatischen Exporte sind die Brücke zwischen beiden Systemen. In Lexeri gesellt sich Crowdin zu den bestehenden Konnektoren in Lexeri: memoQ und Qterm, RWS Trados Language Cloud und Smartling. Neben Übersetzungs- und Lokalisierungssystemen werden die automatischen Exporte auch in die Nextcloud und in FTP-Ordner angeboten. So steht die aktuelle Terminologie als verlässliche Datenquelle für eigene Automatisierungen und für externe Dienstleister bereit.

Warum automatisch und nicht einmal pro Monat von Hand

  • Aktuelle Daten, ohne daran zu denken: Der Export läuft nach einem Intervall, das Sie festlegen (etwa täglich oder wöchentlich) und überschreibt das Zielglossar. Was heute in Lexeri freigegeben wird, steht kurz darauf in Crowdin zur Verfügung. Niemand muss sich dafür einen Termin setzen.
  • Weniger Fehlerquellen: Jeder manuelle Export ist eine Kette aus denselben Schritten: Datei erzeugen, Sprachen auswählen, hochladen, Glossar zuordnen. Die manuelle Arbeit ist fehleranfällig: eine veraltete Datei wird ausgewählt, eine Sprache übersprungen oder das falsche Projekt ausgewählt. Ein konfigurierter Export lässt die Schritte jedes Mal durchlaufen.
  • Skalierung über Sprachen und Projekte: Bei 3 Sprachen ist manuelle Pflege lästig. Bei 15 Sprachen und mehreren parallelen Projekten wird sie zum eigenen Aufgabengebiet. Und damit zu genau der Art Arbeit, die als Erstes liegen bleibt, wenn der Product Launch drängt.
  • Terminologiearbeit wird sichtbar und anwendbar: Wenn der fertige Terminologieeintrag am nächsten Tag im Übersetzungseditor auftaucht, sehen alle Beteiligten, dass ihre Arbeit ankommt. Terminologie, die niemand zu Gesicht bekommt, wird irgendwann nicht mehr gepflegt.

Jetzt schon ausprobieren

Wer in Lexeri unterwegs ist, findet Crowdin als Zielsystem bereits als Teil der automatischen Exporte. Damit ist für Lexeri-User:innen die Nutzung des neuen Features jetzt schon möglich, auch vor dem offiziellen Release.

Hier finden Sie die vollständige Anleitung für die Einrichtung der automatischen Exporte nach Crowdin:

Crowdin: Automatische Exporte einrichten

Sie nutzen Crowdin und möchten den Export ausprobieren? Sprechen Sie uns an und wir helfen bei der Einrichtung.

Über die automatischen Exporte lassen sich Termdatenbanken aus Lexeri per Knopfdruck in ein Crowdin-Glossar exportieren.