Mehrsprachige Term-Checks in Lexeri

Terminologie betrifft nicht nur die Ausgangssprache. Sobald Inhalte übersetzt werden, wird einheitliche Terminologie für viele Unternehmen erst deutlich spürbar. Erst dann werden die Fragen gestellt: Wird die unternehmensspezifische Terminologie auch in den Zielsprachen konsequent eingehalten? Fehlt Terminologie für Übersetzungen? Genau hier setzen die mehrsprachigen Term-Checks von Lexeri an.

Wir haben die Funktion bereits auf der tekom-Jahrestagung 2025 vorgestellt und seitdem gemeinsam mit einigen Kund:innen weiterentwickelt. In unserem letzten Release haben wir das Feature nun für alle Lexeri-Nutzer:innen freigegeben.

Das Problem: mehrsprachige Terminologie ohne eigenes TMS

Für international präsente Unternehmen ohne eigenes Translation-Memory-System (TMS) inhouse war es bisher schwer, aktuellen Zugriff auf die übersetzten Daten im Quellformat zu bekommen und dort Änderungen vorzunehmen. Ohne die Inhalte im Translation Memory ließ sich mehrsprachige Terminologie nur mühsam erarbeiten und kaum systematisch kontrollieren.

Im Alltag zeigt sich das an vielen Stellen: Sprachdienstleister oder Übersetzer:innen stellen wegen fehlender Vorgaben Rückfragen. KI-Übersetzungen erzeugen mitunter mehr Nacharbeit als eine Humanübersetzung. Und immer wieder stehen dieselben falschen Produktbezeichnungen auf der französischen Website – obwohl die Landesgesellschaft in Frankreich schon mehrfach darauf hingewiesen hat.

Das Tückische daran: Die französische Übersetzung der Dokumentation und Website sind zu diesem Zeitpunkt längst fertig. Die korrigierte Produktbezeichnung muss also nachträglich über alle Dateiformate hinweg geändert werden.

Wer prüfen wollte, ob die Übersetzungen insgesamt der freigegebenen Terminologie folgen, war auf Umwege angewiesen. Genau diese Lücke schließen die mehrsprachigen Term-Checks in Lexeri auf Basis von XLIFF-Dateien, die im Übersetzungsprozess ohnehin entstehen.

Und so sieht der zweisprachige Editor für Term-Checks in Lexeri aus.

Was sind XLIFF-Dateien – und wie bekommt man sie?

XLIFF (XML Localization Interchange File Format) ist ein offenes Austauschformat für Übersetzungsprojekte. Eine XLIFF-Datei enthält den Ausgangstext segmentweise zusammen mit der jeweiligen Übersetzung – Sprache für Sprache, Segment für Segment. Typischerweise können TMS (wie memoQ, RWS Trados) oder Lokalisierungsplattformen (wie Crowdin, Smartling) XLIFF exportieren. Oft erhält man die Dateien auch direkt vom Sprachdienstleister. Genau dieses Format laden Sie nun einfach in Lexeri hoch, um Ausgangs- und Zieltext gemeinsam gegen die Terminologie zu prüfen.

Drei typische Fehler, die mehrsprachige Term-Checks beheben

Verbotene Terme in der Ausgangssprache sollten eigentlich gar nicht auftauchen – dafür gibt es die Terminologieprüfung in den Editoren und in der Lexeri Web-App. In der Praxis passiert es aber doch, etwa bei einer Translation-Memory-Bereinigung oder wenn sich Terme schlichtweg geändert haben. Der Term-Check macht solche Altlasten sichtbar.

Verbotene Terme in der Zielsprache deckt Lexeri direkt in den Übersetzungen auf. Das ist besonders wertvoll, wenn die Terme in der Zielsprache erst im Laufe der Zeit in der Termdatenbank hinzugekommen sind und nicht von Anfang an zum Zeitpunkt der Übersetzung eindeutig vorlagen.

Fehlende Terme in der Zielsprache zeigen, welche Benennungen in der Zielsprache noch gar nicht in der Termbank vorliegen. So lässt sich die Datenbank Schritt für Schritt gezielt ausbauen – die Prüfung wird zur Quelle für neue Terminologie.

Das ist neu hinzugekommen

Mit dem aktuellen Release liegt der Fokus auf mehr Kontrolle und besserer Übersicht bei umfangreichen Prüfungen:

  • Filtern nach Sprache: Die Treffer-Liste lässt sich nach Ausgangs- und Zielsprache filtern.
  • Filtern nach Fehlerkategorie: Segmente im Editor können nach verbotenen Termen im Ausgangstext, verbotenen Termen im Zieltext und fehlenden Termen im Zieltext gefiltert werden.
  • Highlighting pro Sprache: Das Treffer-Highlighting kann sprachweise ein- und ausgeblendet werden – für einen ruhigen, fokussierten Blick auf genau das, was gerade zählt.

Im Help-Center-Artikel  finden Sie alle Details:

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Qualitätssicherung – auch ohne Sprachkenntnisse

Übersetzungsmanagement und Kontrolle über die übersetzten Dateien sind mit den mehrsprachigen Term-Checks auch dann möglich, wenn kein eigenes TMS im Haus ist. Änderungen lassen sich direkt vornehmen – das empfiehlt sich allerdings nur, wenn man der jeweiligen Sprache mächtig ist. Dank der Download-Funktion können Sie korrigierte Inhalte in Ihr TMS oder Ihre Website importieren.

Und selbst wenn man eine Zielsprache nicht liest oder versteht (im Übersetzungsmanagement gang und gäbe), lässt sich die Übersetzungsqualität auf Terminologieebene prüfen. Das ist gerade bei KI-Übersetzungen entscheidend und schafft eine klare Austauschgrundlage für die Zusammenarbeit mit dem Übersetzungsdienstleister.

Neugierig geworden?

Sehen Sie die mehrsprachigen Term-Checks am besten an Ihren eigenen Inhalten. Oder wenden Sie sich an unser Team – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Terminologie über alle Sprachen hinweg im Griff haben.